Portugal 1998

     

 

Portugal 1998

Reisezeit Mitte August - Mitte September

Nachfolgend möchte ich kurz unsere Portugalreise vorstellen, wie wir diese erlebt und gesehen haben. Von dieser Reise existieren leider keine digitalisierten Bilder.

Portugal
Karte von StepMapStepMapPortugal

Für uns wir dies eine unvergessliche Reise bleiben, da diese unsere "erste Große" im eigenen Mobil war. Daneben ist Portugal ein ganz tolles Reiseland, einzig die lange Anreise von Kiel aus, ist schon enorm hart und hat uns bislang davon abgehalten, ein zweites Mal dorthin zu fahren. Insgesamt legten wir in vier Wochen ca. 10.000 km zurück, die einfache Entfernung von Kiel nach Porto beträgt allein ca. 2.600 km. 

Wir haben diese Fahrt als Greenhorns gemeinsam mit unseren Freunden Stephan und Karen ganz gut gemeistert. Bis auf eine defekte Tauchpumpe kann ich mich an kein größeres Mißgeschick erinnern.

Folgende Strecke fuhren wir: Kiel-Paris-San Sebastian-Burgos-Valladolid-Tal des Douro-Porto-Lissabon-Capo de Sao Vicente-Faro-Badajoz-Madrid-Zaragoza-Bordeaux-Paris-Kiel.

In Portugal fuhren wir entlang des Douro bis nach Porto. Die Strecke führte die ganze Zeit entlang dieses tollen Flusses mit seiner grandiosen Landschaft. In Porto  machten wir dann erstmalig Bekanntschaft mit dem Atantik und stellten fest-bzw. unsere Frauen, dass der Atlantik bis in Höhe von Lissabon, auch im Hochsommer nicht über erfrischende vorsommerliche Ostseetemperaturen hinauskommt. Porto selbst ist die zweitgrößte portugiesische Stadt und das historische Zentrum ist auf der Liste der Weltkulturerbe. Porto ist einfach eine Klassestadt, in der wir mit Wonne flaniert haben und den phantastischen Portwein genossen haben.

Weiter ging die Reise in südl. Richtung am Atlantik entlang bis zur größten Stadt Portugals, nach Lissabon. Lissabon ist gespickt mit Sehenswürdigkeiten. Auch diese Stadt besitzt natürlich Stätten (Torre de Belem, Mosteiro dos Jeronimos), die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Porto und Lissabon sind Städte. die man gesehen haben sollte, obwohl uns Porto im Nachhinein ein wenig besser gefallen hat, da es nicht so groß ist und alles dadurch viel komprimierter wirkte.

Unterhalb von Lissabon wagten wir uns nunmehr in den Atlantik, da die Temperaturen jetzt zumindest das Niveau unserer Ostsee im Hochsommer erreichten. Allerdings trafen wir hier auf eine so noch nie erlebte und bisher auch noch nicht wiedererlebte Brandung (außer bei Sturm in Frankreich), den Atlantik-Rollers...phantastisch!

Eine weitere Besonderheit lernten wir an der Atlantikküste kennen, eine Art Seenebel. Dieser Nebel hüllte die Küste ein und wenige Kilometer landeinwärts herrschte eitler Sonnenschein bei hochsommerlichen Teperaturen.

Danach besuchten wir das süd-westl. Ende von Europa und aßen am Capo de Sao Vicente, die obligatorische letzte Bratwurst vor Amerika. Wir wunderten uns anfangs, dass es hier Stände gab, an denen Wollpullover angeboten wurden. Nachdem wir vom Kap zurückkamen wußten wir warum, vom Atlantik her blies ein so kühler, stürmischer Wind, dass wir uns kurzzeitig an die Ostsee zurückversetzt fühlten.

Zum Abschluss ging es an die Algarve, wo wir traumhafte Strände an der Sand-Algarve und genauso traumhafte  Buchten, mit den markannten Felsformationen (bis zu 50 m hohe Steilküsten, aus gelben und rötlich-braunen Kalk- und Sandsteinfelsen)  an der Fels-Algarve genossen.

Fazit: Ein tolle zu empfehlende, wenn auch anstrengende Womo-Rundreise, wenn einem "nur" vier Wochen zur Verfügung stehen. Wir haben zum Abschluss an derAlgarve zum Teil den Massentourismus, um die bekannten Hochburgen Portimao, Albufeira und Funchal miterlebt, aber diese Stätten kann man als Mobilist leicht umfahren. Am Atlantik und im Landesinneren haben wir niemals das Gefühl gehabt, in touristisch überlaufenden Gegenden zu sein. Auch hat sich unsere gewählte Reiseroute mit dem Anfang im Norden als vorteilhaft erwiesen, da wir dadurch an der Algarve nicht in die Hochsaison gekommen sind.

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