Italien 1997

     

Italien 1997 Reisezeit,

Mitte August-Mitte September

Nachfolgend habe ich kurz unsere Reise nach Italien niedergeschrieben, so wie wir diese Tour gesehen und erlebt hatten. Zu diesem Bericht existieren keine digitalisierten Bilder! 


Italien
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Italien haben wir mit einem VW Bus, Westfalia Joker erfahren und dabei kein Fettnäpfen ausgelassen. Vom Nepp in Venedig, bis zu einem Getriebeschaden auf Höhe von Pesaro. Daneben haben wir natürlich auch atemberaubende Städte (Rom, Florenz), Gegenden (Toscana, Cinque Terre) und einen kulturellen Leckerbissen (Oper von Verona, Carmen) kennengelernt.

Unsere Reiseroute sah wie folgt aus: Kiel-Garda See-Verona-Venedig-Adriaküste-Rom-Pisa-Florenz-Cinque Terre-Kiel.

Angefangen sind wir in Italien auf der Ostseite des Garda-Sees und haben dort noch sehr volle, enge CP`s vorgefunden. Dies natürlich nicht ohne Grund, da der See wirklich klasse ist, vom Wasser her und auch von der Gegend drumherum.

Anschl. ging es zu einem (angebl.) Hörgenuss nach Verona, um dort eine Oper anzuschauen. Mit der tollen Stadt konnte ich noch sehr gut leben, aber danach kam dieser altrömische Prachtbau (Arena di Verona) und eine (für mich viel zu lange lebende Carmen). Ich habe wirklich versucht, einen Zugang zur Musik zu bekommen, aber bei mir ist Schrot und Korn verloren...alle weiteren Mitreisenden waren begeistert.

Danach folgte ein weiteres Highlight, die Lagunenstadt Venedig. Wir hörten schon von dem Nepp, der einen dort erwarten soll, aber nicht ohne uns...dachten wir. Es fing schon mit einem "Einweiser" im Parkhaus vor der Stadt an, der uns ein wenig suspekt vorkam, aber wir ließen uns trotzdem führen. Dieser nette Mensch nahm uns anschl. weiterhin unter seine Fittiche und vermittelte uns eine Hin-und Rückfahrt mit einem Boot...und das für läppische 100 Mark für vier Personen...natürlich im Voraus zu zahlen!!! Gibt es doch gar nicht, würde man jetzt bestimmt sagen, aber es war so...und neben uns Vieren gesellte sich noch ein weiteres deutschsprachiges Pärchen dazu, die ebenfalls im Voraus zahlten. Es kam uns natürlich schon komisch vor, dass der Bootsführer abseits der größeren Wasserwege nach Venedig fuhr und an jeder Ecke Ausschau hielt, aber wir saßen zu diesem Zeitpunkt ja allesamt in einem Boot. In der Nähe des Markusplatzes ließ er uns Sechs heraus, verabschiedete sich schnell unter dem Hinweis, uns gegen 16 Uhr am Steg 5, am Markusplatz abzuholen...na ja. Nachdem wir in der Stadt völlig überteuerte und schlechte Nudeln gegessen hatten, fuhren wir schließlich mit den regelmäßig verkehrenden Wassertaxen zurück zum Parkhaus. Neben diesen zuvor beschriebenen Kleinigkeiten, faszinierte und diese Stadt mit ihren einmaligen Sehenswürdigkeiten. 

Danach erholten wir uns an der Adria im viel zu warmen, trüben Wasser, am Lido di Pomposa, nördl. von Ravenna. Weiter ging es in südl. Richtung bis in Höhe von Pesaro, als uns merkwürdige Motorgeäusche in eine Werkstatt führten. Der Meister versuchte uns klar zu machen, dass für uns ein Reisestop anstand: "Cambio grande rumore", übersetzt bedeutete dies: Getriebeschaden! Dort nahmen wir erstmals den ADAC-Schutzbrief in Anspruch und wurden in keinster Weise enttäuscht. Der ADAC beruhigte den Firmeninhaber und sagte diesem die Übernahme aller Kosten zu und brachte uns in einem drei Sternehotel in erster Reihe von Pesaro unter. Nach drei Tagen hatten wir jedoch den Pauschalurlaub leid und freuten uns einfach nur auf unseren Wagen, den wir dann auch ausgehändigt bekamen. Alles war gut, als wir Pesaro endlich verlassen konnten und über das phantastische Gran Sasso Massiv an die tyrrhenische Meeresseite nach Ostia fuhren.

Von Ostia aus wollten wir Rom besichtigen. Abends gab man uns beim Verlassen des CP den Hinweis, keine wertvollen Gegenstände imWagen zu lassen und die Türen nicht zu verschließen, da es immer wieder zu Pkw-Aufbrüchen kommen würde...ich hätte zu diesem Zeitpunkt gerne unsere Gesichter gesehen!! Tagsdrauf besuchten wir die ewige Stadt, mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten, phantastisch.

Danach ging es in die Toscana zur nächsten Stadtbesichtigung, dem prunkvollem Florenz. Obwohl wir eigentlich keine Städtereisenden sind, übertraf Florenz bislang alles, was wir kannten und uns vorstellen konnten. Eine unglaublich schöne Stadt, die man ganz einfach gesehen, erlebt haben muß!!!

Über Pisa (...im direkten Vergleich mit Florenz, geradezu lächerlich) ging es weiter in nördl. Richtung, in die Nähe von La Spezia. Dort wartete ein weiteres Highlight auf uns, die Cinque Terre. Entlang der Küste erstreckt sich eine mehrere hundert Meter hohe, zum Teil steil ins Meer abfallende Bergkette. Die Cinque Terre bestehen aus fünf kleinen Dörfern, die jeweils in einer Bucht liegen, lediglich Corniglia liegt ein wenig oberalb. Diese Dörfer sind zu erwandern oder man fährt sie mit der direkt am Felsen verlaufenden Bahn durch unzählige Tunnel an. Neben dieser Landschaft besitzt das ligurische Meer, neben Griechenland und Kroatien, das sauberste Wasser, was wir bislang kennengelernt haben.

Fazit: Italien ist ein wunderbares Womo-Reiseland mit ganz tollen Landschaften und atemberaubenden Städten. Aber bis auf den oben beschriebenen Nepp...bei dem wir selbst Schuld hatten, da wir alle Warnungen, Anzeichen für den Berug über Bord warfen...war dieser Campingurlaub einer der teuersten, die wir bislang (...Ausnahme Cote d´Azur zur Hochsaison) erlebt haben. Daneben ließ der Service auf den CP`s bei diesen horrenden Gebühren sehr zu wünschen übrig. Nicht ohne Grund dürften wir in den folgenden Jahren so viele ital. Urlauber in den angrenzenden Ländern (...vor allem Kroatien) getroffen haben, die vor ihren eigenen hohen Preisen flohen.

 

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