2007, Frankreich, Teil 1, Normandie-St.Mont Michel

     

Frankreich 2007

Normandie-Bretagne-Atlantikküste

 

 

Teil 1

Normandie-St. Mont Michel

 

In diesem Jahr hatten wir uns das "normale" Frankreich als Reiseziel ausgeschaut. Bereits im Jahre 1998 hatten wir das "andere" Frankreich, die Cote d´Azur, in der Hochsaison bereist und diese, zu dieser Zeit, als sehr WoMo unfreundlich kennengelernt. Viele Parkplätze waren mit einem Balken in 2 m Höhe gesperrt, was zur Folge hatte, dass weites, abseits gelegenes parken angesagt war. Die von uns angefahrenen CP´s forderten, für uns bis dato nicht gekannte hohe Übernachtungspreise und waren zudem alle rappelvoll. Zum Teil campierten wir mit anderen WoMos auf den Vorplätzen der CP´s, allerdings durften wir dafür den normalen Preis zahlen, da wir die Annehmlichkeiten des Platzes nutzen konnten. Wir sprechen noch immer von dem dekadenten Leben, welches wir in St. Tropez, Nizza, Cannes und Monaco miterleben durften. Dazu gehörte u.a. das morgentliche Auslaufen der Superyachten (...eigentlich dachten wir bis dahin, das wir große Yachten kennen würden...aber) aus St.Tropez und die damit einhergehenden "Arbeiten"-sich zur Schau stellen- der Besitzer bzw. der Crew...tatsächlich sehenswert.

Unsere diesjährige Tour fand in der Zeit vom 22.08.-16.09. statt und führte uns wie folgt: Kiel-Herford-Valery sur Somme-Aromanches-Cancale-Ile Grande-Lerat-La Tranche sur Mer-Ile de Re-Pyla-Biscarosse-Dordogne-Auvergne. Insgesamt sind wir 5.200 km gefahren.

Frankreich 2007
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Wir sind ein wenig voreingenommen nach Frankeich gefahren..."die Franzosen sind stur", "deutsch-nein danke", "bis auf französchisch sprechen die Franzosen keine weitere Sprache oder wollen keine sprechen"...  zumal wir selbst lediglich Schulenglisch als Zweitsprache "beherrschen". Alles Quatsch, wir haben in nunmehr drei aufeinanderfolgenden Urlauben 2007-2009, nur nette Franzosen kennengelernt, die mit unserer Sprache und dem engl. die gleichen Probleme hatten wie wir selbst. Nachdem wir die üblichen Höflichkeitsfloskeln auf französchisch anbrachten, gaben sich die Leute unendlich viel Mühe, unsere Bitten zu erfüllen.

Überwiegend haben wir auf Stellplätzen übernachtet, die wir zum größten Teil zuvor aus dem Reisemobil Stellplatzführer heraus gelesen haben. Frankreich hat nach unserem Geschmack, die beste Wohnmobil-Infrastruktur, die wir bisher kennengelernt haben. So gibt es, vor allem im Norden, an allen Ecken und Kanten Möglichkeiten mit seinem Mobil zu stehen oder zu ver-bzw. entsorgen. Bei den CP gibt es gemeindeeigene Plätze (CP Municipal), die in der Regel deutlich günstiger sind als die priv. betriebenen.

Evtl. haben wir uns bei dieser Tour, neben dem bereits vorhandenen Womo-Virus, einen zweiten Virus eingefangen und zwar den Frankreich-Virus. Zumindest haben die zwei folgenden Jahre dazu geführt, dass wir wieder in Frankreich eingefallen sind und dieses Land natürlich wieder eine ganz entscheidene Rolle für 2010 spielt.

Mit dem Wetter dürften wir eine Menge Glück gehabt haben...gerade in Bezug auf die Normandie und die Bretagne...da wir am ersten Tag durch sinnflutartige Regenfälle in Frankreich begrüßt wurden und anschl. bis zum Urlaubsende die Sonne schien bzw. es nur leicht bewölkt war.

 

Am 22.08. sind wir gegen 15 Uhr in Kiel aufgebrochen und nach einer Stunde in unseren ersten Stau, dem Elbtunnel, geraten. In Herford sind wir gegen 21:30 Uhr abgefahren und haben uns dort auf dem Stellplatz niedergelassen. 1a Platz, mit dem Hund konnten wir super gehen, wir hatten DVBT-Empfang (Fußball GB-D: 1:2) nd haben eine ruhige Nacht verbracht. Um uns herum (...nicht der Nahbereich) tobten in dieser Nacht Unwetter. Gegen 8 Uhr sind wir mit Ziel französchische Grenze aufgebrochen. Über Aachen und Belgien sind wir nach Frankreich eingereist und wurden von sinnflutartigen Regenfällen begrüßt...was wir zu diesem Zeitpunt nicht wußten war, dass es der letzte Regen der folgenden Reise sein sollte. Unser Ziel war die Somme-Mündung, St.Valery sur Somme. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an etlichen Soldatengräbern des I. Weltkrieges vorbei, da in dieser Gegend die blutigsten Schlachten des Krieges stattfanden. Gegen 15 Uhr erreichten wir den guten, großen Stellplatz undrichteten uns für die Nacht ein. Die Übernachtung kostete 7€. Von Kiel bis St. Valery sur Somme sind es 1.100 km.

 

In den Straßen von St. Valery sur Somme, eine Blütenpracht...wir haben zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gewußt, dass Blumen...Blumenmeere für franz. Städte, Dörfer, priv. Gärten, ganz "normal" (...die folgenden 4 Bilder sind mit einer Handykamera aufgenommen, daher ein wenig unscharf)

 

 

 

 

Weiter ging es an der Alabasterküste entlang in Richtung Dieppe. Die Küste besteht aus bis zu 100 m hohen alabasterfarbenen Steilküsten. Auf dem SP in Le Treport haben wir entsorgt. Eigentlich ein ganz netter Platz, aber es stinkt dort, da Abfall nebenan gelagert wird. In Criel sur Mer, haben wir auf dem dortigen, schön gelegenen SP unser erstes franz. Frühstück genossen

 

Die Hafeneinfahrt von St.Valery en Caux

..und unser SP in erster Reihe, den wir bekommen haben, da wir nach 100 km gegen 15 Uhr dort ankamen (...der SP wurde noch voller)

 

In St. Valery en Caux

 

 

Blumen, Blumen, Blumen

 

 

Und dies gibt es hier an der Küste auch an allen Ecken, frischer Fisch und sonstiges Meeresgetier, welches direkt vom Kutter enladen und verkauft wird.

 

Senneville wäre in Deutschland bei der Entente Florale mit Sicherheit ziemlich weit vorn dabei.

 

 

Fecamp

 

 

Unsere Fahrt ging weiter an der Küste entlang, wir kamen über Le Havre, Pont de Normandie nach Honfleur. Da dort alles voller Touris war...vor allem in Honfleur, beschlossen wir noch ein Stück weiterzufahren und so kamen wir nach 210 km in Arromanches les Bains an. Dort installierten die Allierten 1944 während der Invasion einen künstlichen Hafen, über den der Nachsub lief, dessen Reste sind noch heute sichtbar im Wasser

 

 

...heute findet hier ein ganz normales Strandleben...inkl. Karussell...statt, schon ein komisches Gefühl, wenn man die jüngste Geschichte betrachtet. Wir standen auf einen SP in der Ortsmitte in der Nähe eines CP´s und eines Fußballfeldes. Bis in die Nacht wurde dort gekickt, danach traf sich die Jugend und ließ den Tag Revue passieren, einfach nur unruhig. 

 

 

 

Der nächste Tag begann ein wenig gespenstisch, dem Ort angepaßt. Wir sind zu den Überresten der Küstenbatterie Longuess sur Mer gefahren, an dessen Steilküste ein SP liegt, auf dem etliche Womos standen...zu empfehlen.

 

 

 

Über den Invasionsabschnitt Omaha-Beach sind wir zum Pointe du Hoc gefahren. Dabei handelt es sich um eine ehemalige deutsche Geschützstellung, die auf einer hohen Steilküste liegt. Diese Stellung wurde von amerik. Rangers über die Klippen eingenommen, von 225 Soldaten überlebten die ersten zwei Tage 95. Die Auswirkungen der Bomben-und Schiffsattlerie, sowie die Bunkeranlagen sind zu besichtigen.

 

 

 

 

Immer wieder beeindruckend ist der Tidenhub von bis zu 12 m (deutsche Nordsee 2-3 m)

 

 

An diesem Tage sind wir 135 km bis zu unserem SP in Saint Pair sur Mer (südl. Granville) gefahren. Der SP, sowie die Ver/Entsorgung sind umsonst und liegen in der Nähe des tollen Strandes. Die Franzosen fangen das abziehende Wasser der Ebbe in Bassins auf und können so jederzeit schwimmen. Das Wasser war jedoch so kalt, dass sich lediglich Iris ins Bassin traute.

 

 

 

Mo, 27.08., es geht in Rtg. St. Malo. Auf dem Weg dorthin kamen wir natürlich am St. Mont Michel vorbei. Von unserem Frühstücksplatz aus, ist er zu erahnen.

...da ist er!

 

Oh Schreck, wir waren nicht allein...

 

 

...die Gassen waren einfach zu voll und so beschlossen wir, uns schnellstmöglichst wieder auf den Weg zu machen

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